Wo Craps in der Schweiz legal online spielbar ist
Stand: 30 September 2026 · geprüft gegen die ESBK-Liste der konzessionierten Online-Spielbanken

Craps ist das schnellste Würfelspiel der Welt, und in der Schweiz ist es gleichzeitig das am stärksten regulierte. Zehn Namen stehen auf der Liste der Eidgenössischen Spielbankenkommission, kein elfter. Jeder dieser zehn ist die Online-Verlängerung einer landbasierten Spielbank, und jeder zweite Anbieter ausserhalb dieser Liste landet auf der Sperrliste. Die nächste halbe Stunde Lektüre entscheidet, ob jemand mit einem lizenzierten Anbieter spielt, der sein Geld schützt – oder auf einer ausländischen Seite, deren Gewinn bereits ab dem ersten Franken versteuert werden muss.
Inhaltsverzeichnis
- Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Vergleich
- Craps in der Schweiz: Funktionsweise und Spielmechanik
- Rechtslage in der Schweiz: Geldspielgesetz, ESBK und Sperrliste
- Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und finanzielle Verhältnisse
- Krypto und Anonymität: Warum es in der Schweiz beides nicht gibt
- Boni und Aktionen: Was ein Schweizer Craps-Bonus wirklich kostet
- Spielauswahl und Craps-Varianten: Was die zehn Anbieter führen
- Die zehn Anbieter im Detail
- Häufige Fragen
Die zehn ESBK-konzessionierten Online-Casinos im Vergleich
Craps ist ein Nischenspiel, und keiner der zehn Schweizer Anbieter führt es als eigene Kategorie. Was sie führen, ist das Spielbanken-Spielportfolio ihrer Mutterkonzession, Tischspiele gegen den Zufallsgenerator und Live-Tische. Die Auswahl ist nicht überall identisch, aber die Lizenz ist es: ESBK, Geldspielgesetz, Schweizer Sozialkonzept.
| Spielbank | Online-Plattform | Landbasierte Spielbank | Online seit |
|---|---|---|---|
| Jackpots.ch | Jackpots.ch | Grand Casino Baden | 05.07.2019 |
| Mycasino.ch | Mycasino.ch | Grand Casino Luzern | 22.08.2019 |
| Casino777.ch | Casino777.ch | Casino Davos | 09.09.2019 |
| Swiss Casinos | Swisscasinos.ch | Casino Pfäffikon | 02.09.2019 |
| StarVegas.ch | Starvegas.ch | Casino Interlaken | 24.02.2020 |
| 7melons | 7melons | Grand Casino Bern | 15.09.2020 |
| Pasino.ch | Pasino.ch | Casino Meyrin | 16.11.2020 |
| Swiss4Win.ch | Swiss4win.ch | Casino Lugano | 01.03.2021 |
| Admiral.ch | Admiral.ch | Casino Mendrisio | 16.07.2025 |
| Casineo.ch | Casineo.ch | Casino Locarno | 17.03.2026 |
Zehn Zeilen, zehn Konzessionen, kein Duplikat. Die ältesten Plattformen – Jackpots.ch und Mycasino.ch – haben inzwischen sechs Jahre Produktentwicklung hinter sich; Casineo.ch und Admiral.ch sind die Nachzügler und entsprechend dünner im Spielangebot.
Wie die Bewertung zustande kam
Vier Kriterien tragen die Rangfolge. Erstens: die Konzession selbst – sie ist Pflicht, nicht Bonus, und scheidet alles aus, was nicht auf der ESBK-Liste steht. Zweitens: die Spielauswahl im Bereich Tischspiele und Live-Dealer, denn Craps ist nur eine von mehreren Würfeloptionen, und ein Anbieter mit drei Live-Tischen ist für einen Craps-Spieler nützlicher als einer mit nur einem RNG-Tisch. Drittens: die Zahlungsinfrastruktur – TWINT-Abdeckung, Mindestbeträge, Gebührenfreiheit. Viertens: die Sperr- und Limitsinstrumente, die das Sozialkonzept vorschreibt.
Niemand sollte nach dieser Liste ein Konto eröffnen. Die Liste zeigt, welche zehn Anbieter überhaupt in Frage kommen. Welcher davon für das eigene Spielprofil passt, ist eine andere Frage.
Wer nicht auf dieser Liste steht – und warum
Auf der Sperrliste des Bundes stehen hunderte Domains. Eine ausländische Marke kann keine Schweizer Konzession halten, weil das Geldspielgesetz die Online-Verlängerung an eine bestehende landbasierte Konzession bindet. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, hat drei Nachteile: keine Schweizer Spielsperre, keine Sozialkonzept-Pflicht und eine Steuerpflicht bereits ab dem ersten Franken Gewinn. Die nächste Passage geht darauf im Detail ein.
Craps in der Schweiz: Funktionsweise und Spielmechanik
Craps ist im Kern ein einfaches Spiel. Zwei Würfel, ein Shooter, ein Stickman, eine Reihe von Wetten rund um die Auszahlungstafel. Der Shooter wirft; eine 7 oder 11 auf den ersten Wurf («Natural») gewinnt die Pass-Wette sofort, eine 2, 3 oder 12 («Crap») verliert sie sofort. Alles andere – 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 – wird zum «Point», und das Spiel geht so lange weiter, bis der Point noch einmal fällt (Pass gewinnt) oder eine 7 fällt, bevor der Point fällt (Pass verliert).

Diese Mechanik macht Craps zum schnellsten Casinospiel überhaupt. Eine Runde dauert selten länger als eine Minute, und ein geübter Stickman hält das Spiel in einem Rhythmus, in dem ein Spieler am Tisch drei bis vier Wetten pro Minute platzieren kann. Online fehlt der soziale Druck, aber das Tempo bleibt: ein RNG-Wurf pro Sekunde, ein Live-Tisch mit etwa 60 Würfen pro Stunde.
Welche Wetten sich rechnen – und welche nicht
Die Pass-Wette zahlt 1 zu 1 und hat einen Hausvorteil von 1,41 Prozent. Don’t-Pass liegt laut deutschsprachiger Quelle bei 1,40 Prozent – knapp darunter. Odds-Wetten hinter dem Point haben null Prozent Hausvorteil: 4 oder 10 zahlen 2 zu 1, 5 oder 9 zahlen 3 zu 2, 6 oder 8 zahlen 6 zu 5. Wer nur Pass plus Odds spielt, zieht den effektiven Hausvorteil seines Tisches auf unter ein Prozent.
Am anderen Ende der Skala steht die Any-Seven-Wette mit 16,67 Prozent Hausvorteil – das schlechteste Angebot, das ein Casinotisch routinemässig macht. Die Place-Wette auf 5 oder 9 liegt bei 4,00 Prozent, die auf 6 oder 8 bei 1,52 Prozent. Das ist die Skala, an der sich ein Craps-Spieler orientiert: Pass und Odds am einen Ende, Any-Seven am anderen, und dazwischen eine breite Auswahl an Wetten, die mehr versprechen, als sie halten.
Die Wahrscheinlichkeiten im Hintergrund
Bei zwei Würfeln gibt es 36 mögliche Kombinationen. Die Sieben fällt in 6 von 36 Fällen – rund 16,67 Prozent – und ist damit das häufigste Ergebnis. Zwei und Zwölf fallen je einmal auf 36 Würfe, also gut 2,78 Prozent. Diese Verteilung erklärt, warum die Any-Seven-Wette vier zu eins zahlt: Sie trifft oft genug, um Spieler anzuziehen, und selten genug, um dem Haus 16,67 Prozent pro Wette zu lassen.
Das englische Wort «craps» selbst geht laut Überlieferung auf das englische Hazard-Spiel zurück: die Verlustzahlen hiessen dort «crabs», wurden über «creps» zu «craps». Bernard de Mandeville brachte das Spiel 1813 in einer vereinfachten Form nach New Orleans, und John H. Winn führte um 1907 das Don’t-Pass-Feld ein, das faire Würfel im Casino überhaupt erst ermöglichte.
Rechtslage in der Schweiz: Geldspielgesetz, ESBK und Sperrliste
Die Schweiz hat seit dem 1. Januar 2019 ein Geldspielgesetz (BGS). Es bündelt die Aufsicht über Geldspiele in zwei Hände: die ESBK – Eidgenössische Spielbankenkommission – überwacht Spielbanken und Online-Spielbanken, die Gespa (bis 2020 Comlot) überwacht Lotterien und Sportwetten. Die wichtigste Regel für Online-Casinos lautet: Eine Online-Konzession gibt es nicht als eigenständige Lizenz. Wer online Spielbankenspiele anbieten will, braucht eine bestehende landbasierte Konzession und eine Erweiterung um den Online-Vertrieb.

Das erklärt die Zehn. Jede dieser zehn Plattformen ist die Online-Verlängerung einer landbasierten Spielbank – Jackpots.ch gehört zum Grand Casino Baden, Mycasino.ch zum Grand Casino Luzern, Casino777.ch zum Casino Davos, und so weiter bis zu Casineo.ch, das seit dem 17. März 2026 als Online-Arm des Casino Locarno läuft.
Was die Konzession dem Spieler bringt
Eine ESBK-Konzession verpflichtet den Anbieter zu einem Sozialkonzept. Das ist kein Marketingbegriff, sondern eine gesetzliche Pflicht: der Anbieter muss Spielsuchtprävention betreiben, Limits anbieten, eine Spielsperre führen und Eingriffsmöglichkeiten haben, wenn ein Spieler auffällig wird. Konkret heisst das: Wer regelmässig oder mit hohen Einsätzen spielt, muss einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse vorlegen – ohne Unterlagen oder bei unzureichenden Verhältnissen wird die Person gesperrt.
Ausserdem gilt die Spielsperre schweizweit. Eine Sperre bei Jackpots.ch gilt für alle konzessionierten Spielbankenspiele in der Schweiz und – seit dem 7. Januar 2025 – auch im Fürstentum Liechtenstein. Eine Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich, und nur, wenn der Grund für die Sperre nicht mehr besteht. Anonym spielen ist unter dieser Regulierung unmöglich; eine vollständige Identitätsprüfung ist Pflicht.
Was eine ausländische Seite dem Spieler nimmt
Wer auf einer nicht-konzessionierten Seite spielt, verliert vier Dinge gleichzeitig. Erstens: die Schweizer Spielsperre wirkt dort nicht – wer sich bei Jackpots.ch sperrt, kann auf einer ausländischen Seite am nächsten Tag weiterspielen. Zweitens: das Sozialkonzept gilt dort nicht – es gibt keine Pflicht-Limits, keine Pflicht-Identitätsprüfung, keine Pflicht-Eingriffsmöglichkeit. Drittens: die Gewinne sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig, weil sie nicht aus einer Schweizer Konzession stammen. Viertens: bei einer Streitigkeit gibt es keinen Schweizer Ansprechpartner.
Die ESBK betreibt eine Sperrliste nach Art. 86 BGS. Domains auf dieser Liste werden in der Schweiz per DNS gesperrt. Das Angebot selbst bleibt ein Vergehen gegen das Schweizer Recht – nicht gegen den Spieler, sondern gegen den Betreiber. Wer dennoch spielt, spielt «auf eigenes Risiko», wie die ESBK es formuliert. Das ist kein Schutz, es ist eine Warnung.
Spielerschutz: Spielsperre, Sozialkonzept und finanzielle Verhältnisse
Die Schweizer Spielbankenregulierung setzt beim Spielerschutz früher an als die meisten ausländischen Regime. Nicht der Spieler muss sich selbst disziplinieren – der Anbieter muss Disziplin durchsetzen. Das Sozialkonzept ist das Mittel dazu.
Die Spielsperre in der Praxis
Eine Spielsperre ist eine Selbst- oder Fremdsperre gegen einen konzessionierten Anbieter. Sie wird auf Antrag der Person oder auf Anordnung des Anbieters eingetragen. Die Sperre gilt online wie landbasiert, in allen zehn Online-Spielbanken und in jeder konzessionierten landbasierten Spielbank. Seit Januar 2025 deckt sie auch Liechtenstein ab.
Die Aufhebung folgt einer festen Regel: frühestens nach drei Monaten, und nur, wenn der ursprüngliche Sperrgrund nicht mehr besteht. Wer sich selbst sperrt, weil er merkt, dass er zu viel spielt, kann nicht einfach drei Monate warten und weitermachen – er muss nachweisen, dass das Spielverhalten unter Kontrolle ist. Wer von einem Anbieter gesperrt wird, weil er keinen Einkommensnachweis erbracht hat, kann die Sperre erst lösen, wenn er die Unterlagen vorlegt.
Einkommensnachweis bei hohen Einsätzen
Die Pflicht zum Einkommensnachweis ist eine der schärferen Regelungen im europäischen Online-Glücksspiel. Die Anbieter sind verpflichtet, von Spielern, die häufig oder mit hohen Einsätzen spielen, einen Nachweis der finanziellen Verhältnisse zu verlangen. Das ist keine Schikane: das Sozialkonzept verlangt, dass der Anbieter weiss, ob der Spieler sich das leisten kann, was er setzt.
Praktisch bedeutet das: Wer regelmässig vierstellige Beträge pro Monat setzt, muss Lohnabrechnungen oder einen anderen Einkommensnachweis vorlegen. Wer das nicht tut, wird gesperrt. Wer ein Einkommen hat, das die Einsätze nicht trägt, wird ebenfalls gesperrt. Das ist unangenehm, aber es ist der Punkt, an dem das Schweizer Modell sich von den meisten ausländischen Märkten unterscheidet.
Limits und Selbstkontrolle
Neben der Spielsperre und dem Einkommensnachweis setzt das Sozialkonzept noch einen dritten Hebel: anbieterseitige Limits. Einzahlungslimits, Verlustlimits, Sitzungslimits – jeder Anbieter bietet sie an, und sie sind nicht nur Marketinginstrumente, sondern Teil der Konzessionsauflagen. Die genauen Werte unterscheiden sich von Anbieter zu Anbieter, aber das Prinzip ist einheitlich: wer ein Limit setzt, kann es nicht ohne Weiteres erhöhen, und wer ein Limit überschreitet, bekommt eine Sperre vorgeschlagen.
Das ist die Kehrseite der Medaille: ein Schweizer Online-Casino ist nicht der Ort für jemanden, der anonym und ohne Nachweis spielen will. Es ist der Ort für jemanden, der eine Spielumgebung mit eingebauter Bremse sucht.
Krypto und Anonymität: Warum es in der Schweiz beides nicht gibt
Die Schweizer Online-Casino-Landschaft ist die unattraktivste Adresse der Welt für jemanden, der mit Bitcoin einzahlt und ohne Identitätsnachweis spielen will. Das liegt nicht an einer expliziten Krypto-Sperre – es liegt an der Struktur des Marktes.
Warum Krypto bei ESBK-Anbietern fehlt
Krypto-Zahlungen haben zwei Eigenschaften, die mit dem Schweizer Modell nicht vereinbar sind: sie sind pseudonym, und sie sind grenzgängig. Eine vollständige Identitätsprüfung ist nach dem Geldspielgesetz Pflicht; ein pseudonym operierender Spieler kann nicht vollständig identifiziert werden. Eine grenzgängige Zahlung passt nicht in das Modell der an eine landbasierte Konzession gebundenen Online-Spielbank, deren Kundenkreis per Definition in der Schweiz spielt.
Die Folge: keiner der zehn ESBK-konzessionierten Anbieter führt Bitcoin, Ethereum oder USDT als Einzahlungsmethode. Die Akzeptanzliste besteht aus den üblichen Schweizer Schienen – TWINT, PostFinance, Kreditkarten, Banküberweisung – plus den internationalen E-Wallets wie Skrill, Neteller und Paysafecard. Wer Krypto will, muss auf eine ausländische Seite ausweichen, mit allen Nachteilen, die das mit sich bringt.
Wer trotzdem anonym spielen will
Es gibt eine Nachfrage nach anonymem Spiel, und es gibt einen Markt, der sie bedient – aber er liegt ausserhalb der Schweiz. Ausländische Krypto-Casinos akzeptieren Bitcoin, verlangen keinen Identitätsnachweis und bieten Craps an. Sie haben keine Schweizer Spielsperre, keine Sozialkonzept-Pflicht und keine Steuerfreiheit. Sie sind auf der Sperrliste, weil sie in der Schweiz ohne Konzession spielen lassen.
Die nächste Passage zu den Boni gilt für beide Welten: die Bonusbedingungen unterscheiden sich nicht fundamental zwischen einer Schweizer und einer ausländischen Seite, aber die Folgen einer verletzten Bedingung sind auf einer ausländischen Seite ohne Schweizer Aufsicht schwerer wiegend.
Boni und Aktionen: Was ein Schweizer Craps-Bonus wirklich kostet
Craps ist ein Tischspiel, und Tischspiele sind in den Bonusbedingungen der meisten Casinos die am schlechtesten behandelte Kategorie. Das gilt auch in der Schweiz. Wer einen Bonus mitnimmt, sollte vorher wissen, wie viel Prozent seines Einsatzes tatsächlich zählen.
Die Grundmechanik: Umsatzfaktor mal Bonus
Jeder Bonus hat einen Umsatzfaktor. Ein typischer Schweizer Willkommensbonus liegt zwischen 25x und 40x des Bonusbetrags. Bei einem Bonus von 200 Franken und einem Umsatzfaktor von 35x sind das 7’000 Franken erforderlicher Umsatz, bevor eine Auszahlung möglich ist. Bei 40x sind es 8’000 Franken.
Das ist nicht das Ende der Rechnung. Bei vielen Anbietern zählen Tischspiele – und Craps ist ein Tischspiel – nur zu einem Bruchteil, typischerweise 10 bis 20 Prozent des Einsatzes. Wer also 7’000 Franken Umsatz leisten muss und nur 10 Prozent Anrechnung bekommt, muss tatsächlich 70’000 Franken setzen, um die Bedingung zu erfüllen. Das ist nicht dasselbe wie 7’000 Franken – es ist zehnmal so viel.
Wie lange es dauert, einen Craps-Bonus freizuspielen
Ein Craps-Tisch im RNG-Modus schafft rund 12 Würfe pro Minute – ein 5-Sekunden-Intervall zwischen den Würfen ist die Standardgeschwindigkeit. Wer mit einem Einsatz von 5 Franken pro Wette spielt, setzt 60 Franken pro Minute. Bei einem erforderlichen effektiven Umsatz von 70’000 Franken sind das rund 19,4 Stunden reine Spielzeit – fast ein voller Arbeitstag am Tisch.
Die Rechnung im Detail: 70’000 Franken Umsatz geteilt durch 5 Franken pro Wurf sind 14’000 Würfe. 14’000 Würfe mal 5 Sekunden sind 70’000 Sekunden. 70’000 Sekunden sind rund 19,4 Stunden. Bei einem Hausvorteil von 1,41 Prozent auf der Pass-Wette ergibt das einen erwarteten Verlust von etwa 987 Franken auf 70’000 Franken Umsatz – fast fünfmal so viel wie der Bonus selbst. Der «Bonus» ist in diesem Fall eine Gebühr, keine Belohnung.
Der erwartete Verlust folgt aus der Formel: Umsatz mal (1 minus RTP). Bei einem Pass-Einsatz liegt der RTP bei 98,59 Prozent, also einem Hausvorteil von 1,41 Prozent. 70’000 Franken mal 1,41 Prozent ergibt einen erwarteten Verlust von 987 Franken. Der Spieler zahlt also 987 Franken, um einen Bonus von 200 Franken freizuspielen – und hat am Ende fast 800 Franken weniger, als wenn er den Bonus links liegen gelassen hätte.
Die Bandbreite – und warum sie als Bandbreite stehen muss
Die Rechnung oben geht von einem konkreten Szenario aus. In der Realität hängt das Ergebnis von drei Variablen ab: der Höhe des Bonus, dem Umsatzfaktor und der prozentualen Anrechnung des Tischspiels. Daraus ergibt sich eine Bandbreite, die sich nicht in einer einzigen Zahl ausdrücken lässt.
Bei einem 100-Franken-Bonus mit 25x Umsatzfaktor und 20-prozentiger Anrechnung sind 12’500 Franken effektiver Umsatz nötig. Bei einem 500-Franken-Bonus mit 40x Umsatzfaktor und 10-prozentiger Anrechnung sind es 200’000 Franken. Die Bandbreite reicht von rund 3,5 Stunden Spielzeit bis zu mehr als 55 Stunden – und der erwartete Verlust reicht von etwa 176 Franken bis zu 2’820 Franken.
Ein Bonus, der sich nicht rechnet, sollte nicht mitgenommen werden. Ein Bonus, der sich rechnet, verdient einen zweiten Blick auf die Bedingungen.
Spielauswahl und Craps-Varianten: Was die zehn Anbieter führen
Craps ist im Online-Portfolio der Schweizer Anbieter keine eigene Hauptkategorie. Es findet sich in der Regel unter «Tischspiele» oder «Würfelspiele», und das Angebot schwankt zwischen einem einzigen RNG-Tisch und mehreren Varianten plus Live-Dealer.
Was die Anbieter konkret führen
Die zehn ESBK-Anbieter führen in der Regel Roulette, Blackjack, Baccarat und Poker. Craps ist als Nischenspiel in den meisten Online-Portfolios nur vereinzelt oder in RNG-Form vertreten; eine explizite Craps-Ausrichtung ist bei keinem der lizenzierten Schweizer Casinos Standard.
Das hat einen einfachen Grund: Craps ist ein amerikanisches Spiel, und die zehn Anbieter bedienen einen Schweizer Markt, in dem Roulette und Blackjack dominieren. Wer unbedingt Craps spielen will, hat zwei realistische Wege: einen RNG-Tisch bei einem Anbieter zu suchen, der einen führt – was Recherche für keinen der zehn bestätigt – oder auf eine Live-Dealer-Übertragung aus einem ausländischen Studio auszuweichen. Beide Wege sind innerhalb des Schweizer Rechtsrahmens gangbar, sofern der Anbieter ESBK-konzessioniert ist.
Volatilität und Hausvorteil als Auswahlkriterium
Wer Craps spielt, spielt ein Spiel mit niedriger Volatilität und niedrigem Hausvorteil – verglichen mit Spielautomaten, aber höher als Blackjack. Die Pass-Wette mit 1,41 Prozent Hausvorteil und Odds-Wetten mit 0 Prozent ist die mathematisch rationale Basisstrategie. Jede andere Wette verteuert das Spiel.
Das gilt online wie landbasiert. Die Mechanik ändert sich nicht dadurch, dass der Wurf von einem Zufallsgenerator statt von einem Stickman ausgelöst wird. Der Hausvorteil bleibt gleich, das Tempo bleibt ähnlich, und die Wetten, die sich rechnen, bleiben dieselben. Der einzige Unterschied ist die Atmosphäre – und die ist online eine andere als am Spieltisch in Interlaken oder Baden.
Die zehn Anbieter im Detail
Die folgende Übersicht geht die Plattformen einzeln durch. Jede ist die Online-Verlängerung einer landbasierten Spielbank; jede hat eine ESBK-Konzession; jede bietet Craps in einem anderen Umfang oder unter anderen Bedingungen an. Die Details zu den spezifischen Spielangeboten finden sich bei den jeweiligen Betreibern.
Jackpots.ch – die älteste Online-Plattform
Jackpots.ch ist seit dem 5. Juli 2019 online und damit die älteste Plattform der zehn. Lizenznehmer ist das Grand Casino Baden, das grösste landbasierte Casino der Deutschschweiz. Die Plattform akzeptiert für Einzahlungen unter anderem TWINT, PostFinance, Kreditkarte, Banküberweisung, Apple Pay und Paysafecard. Eine bei Jackpots.ch beantragte Spielsperre gilt schweizweit und seit Januar 2025 auch in Liechtenstein – das ist die längste Reichweite, die eine Schweizer Spielsperre haben kann.
Für Craps-Spieler ist Jackpots.ch die Plattform mit der längsten Produktentwicklung. Das Angebot deckt eine breite Palette an Zahlungswegen und eine schweizweite Sperrreichweite ab. Wer eine etablierte Plattform sucht, findet hier ein verlässliches Angebot.
Mycasino.ch – Premium-Position aus Luzern
Mycasino.ch läuft seit dem 22. August 2019 und gehört zum Grand Casino Luzern. Die Plattform hebt sich durch ein besonders gepflegtes Spielportfolio ab; die Mindestauszahlung beträgt 10 Franken, und wer weniger auf dem Konto hat, kann den Restbetrag vollständig auszahlen lassen. Das ist eine kundenfreundliche Regel, die nicht jeder Anbieter so handhabt.
Die Zahlungsmethoden sind im Standardportfolio: TWINT, Kreditkarten, PostFinance und die üblichen E-Wallets. Für Craps-Spieler bleibt Mycasino.ch eine Plattform mit langer Erfahrung und einer Auszahlungsregel, die kleine Restbeträge nicht blockiert.
Casino777.ch – der Neueinsteiger von 2019
Casino777.ch ist seit dem 9. September 2019 online und gehört zum Casino Davos. Die Plattform akzeptiert Visa, Mastercard, TWINT, Apple Pay, Paysafecard, PostFinance Card und Banküberweisung – und erhebt keine Einzahlungsgebühren. Das ist ein Detail, das nicht selbstverständlich ist: einige Anbieter geben Gebühren an Kunden weiter, Casino777.ch nicht.
Wer Wert auf gebührenfreie Einzahlungen legt, findet in Casino777.ch eine konsequente Option, da hier keine Transaktionsgebühren für Einzahlungen anfallen.
Swiss Casinos – Pfäffikon mit voller Zahlungsbreite
Swiss Casinos (Swisscasinos.ch) gehört zum Casino Pfäffikon und ist seit dem 2. September 2019 online. Die Plattform akzeptiert eine breite Palette an Einzahlungsmethoden – Kreditkarten (Visa, Mastercard, Diners Club, Discover), TWINT, Apple Pay, PostFinance inklusive E-Finance, Paysafecard und Banküberweisung. Diners Club und Discover sind nicht überall verfügbar; bei Swiss Casinos sind sie es.
Wer eine Kreditkarte mit einer dieser Marken nutzt, findet hier ein umfassendes Angebot, das besonders für Nutzer von Diners Club und Discover relevant ist.
StarVegas.ch – Interlaken-Original
StarVegas.ch gehört zum Casino Interlaken und ist seit dem 24. Februar 2020 online. Die Plattform akzeptiert für Einzahlungen VISA/Mastercard, TWINT, Skrill/Neteller, Apple Pay, PostFinance, Aircash Abon und Paysafecard – die Mindesteinzahlung liegt bei 10 Franken. Aircash Abon ist eine Methode, die nicht jeder Anbieter führt; wer sie nutzt, findet sie hier.
Die Plattform positioniert sich mit einer breiten Zahlungsbasis, die über die Standards hinausgeht. Für Craps-Spieler bleibt die Spielabdeckung undokumentiert.
7melons – Berner Portfolio
7melons gehört zum Grand Casino Bern und ist seit dem 15. September 2020 online. Die Plattform akzeptiert TWINT, Visa, Mastercard, Apple Pay, PostFinance und Paysafecard – Mindestbetrag 10 Franken. Bei PostFinance beträgt der Höchstbetrag 100’000 Franken, was eine selten dokumentierte Obergrenze ist.
Wer hohe Einzeltransaktionen über PostFinance abwickeln will, findet in 7melons einen Anbieter, der diesen Bedarf mit einem hohen Transaktionslimit abdeckt.
Pasino.ch – Meyrin mit französischer Sprachführung
Pasino.ch gehört zum Casino Meyrin und ist seit dem 16. November 2020 online. Die Plattform akzeptiert Twint, Apple Pay, Visa und Mastercard, PostFinance, Paysafecard, Neteller und Skrill sowie Banküberweisungen. Die Mindesteinzahlung beträgt 10 Franken, der Mindestbetrag für eine Auszahlung 0,01 Franken – das ist die niedrigste Mindestauszahlung im Vergleich der zehn Anbieter.
Die Plattform richtet sich primär an französischsprachige Spieler. Mit einer sehr niedrigen Mindestauszahlung ist sie besonders für Nutzer attraktiv, die ihre Gewinne flexibel verwalten wollen.
Swiss4Win.ch – Lugano mit TWINT-Fokus
Swiss4Win.ch gehört zum Casino Lugano und ist seit dem 1. März 2021 online. Die Plattform bietet TWINT-Einzahlungen ab einem Mindestbetrag von 10 Franken ohne Zusatzgebühren an – die Gutschrift erfolgt sofort, sobald die Zahlung in der TWINT-App bestätigt ist. Das ist die schnellste Einzahlungsmethode im Portfolio, und die Gebührenfreiheit ist explizit dokumentiert.
Wer TWINT nutzt und auf Gebührenfreiheit Wert legt, findet in Swiss4Win einen Partner, der diese Transaktionsform besonders effizient abbildet.
Admiral.ch – Mendrisio als jüngster etablierter Anbieter
Admiral.ch gehört zum Casino Mendrisio und ist seit dem 16. Juli 2025 online – der zweitjüngste Anbieter im Feld. Die Plattform akzeptiert für Einzahlungen und Auszahlungen Visa/Mastercard, Skrill, Neteller, Paysafecard, Apple Pay und TWINT. Die Auswahl ist Standard, ohne Exoten.
Ein Anbieter, der erst seit Mitte 2025 läuft, hat ein dünneres Spielportfolio als die älteren Plattformen. Für Craps-Spieler bedeutet das: mit höherer Wahrscheinlichkeit kein Craps-Tisch im Sortiment.
Casineo.ch – Locarno als neueste Konzession
Casineo.ch gehört zum Casino Locarno und ist seit dem 17. März 2026 online – der neueste Anbieter im Feld. Die Mindesteinzahlung beträgt für alle Methoden 10 Franken; zu den Zahlungsmethoden gehören TWINT, Kreditkarten und PostFinance.
Mit weniger als einem halben Jahr Betriebserfahrung ist Casineo.ch die riskanteste Adresse unter den zehn – nicht im Sinne der Lizenz, sondern im Sinne der Spielauswahl und der operativen Reife. Für Craps-Spieler ist Casineo.ch die Adresse mit der gringsten Wahrscheinlichkeit, ein vollständiges Spielportfolio zu führen.
Häufige Fragen
Ist «beste craps online casinos schweiz» in der Schweiz legal?
Ja, aber nur über die zehn ESBK-konzessionierten Anbieter. Jeder andere Anbieter ist auf der Sperrliste. Die Lizenz gilt für die Online-Verlängerung einer landbasierten Konzession – eigenständige Online-Lizenzen gibt es im Schweizer Recht nicht. Ausländische Anbieter dürfen keine Schweizer Kunden bedienen, und wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Schutz.
Woran erkenne ich ein von der ESBK lizenziertes Online-Casino?
Die ESBK führt eine öffentliche Liste der konzessionierten Online-Spielbanken mit Datum der Online-Aufnahme. Jeder lizenzierte Anbieter trägt auf seiner Seite das ESBK-Logo und einen Hinweis auf die zugrundeliegende landbasierte Konzession. Im Zweifel prüft die Liste der ESBK, die alle zehn Namen mit Konzessionserweiterung aufführt.
Wie funktioniert eine Spielsperre in der Schweiz?
Eine Spielsperre wird auf Antrag der Person oder auf Anordnung des Anbieters eingetragen und gilt für alle konzessionierten Spielbanken in der Schweiz und in Liechtenstein. Die Aufhebung ist frühestens nach drei Monaten möglich und nur, wenn der Sperrgrund nicht mehr besteht. Wer sich selbst sperrt, kann die Sperre nicht durch Warten umgehen – das Sozialkonzept verlangt eine aktive Aufhebungsprüfung.
Sind Casino-Gewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus Schweizer konzessionierten Online-Casinos sind bis 1 Million Franken steuerfrei – für 2026 liegt die indexierte Schwelle bei rund 1,07 Millionen Franken. Darüber fällt eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf den überschreitenden Betrag an. Gewinne aus nicht-konzessionierten oder ausländischen Anbietern sind ab dem ersten Franken steuerpflichtig.
Was passiert mit ausländischen Casino-Seiten auf der Sperrliste?
Die ESBK führt eine Sperrliste nach Art. 86 BGS. Domains auf dieser Liste werden in der Schweiz per DNS-Sperre blockiert. Das Angebot selbst ist ein Vergehen gegen das Schweizer Recht – nicht gegen den Spieler, sondern gegen den Betreiber. Wer über technische Umgehungen spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Spielsperre und ohne Steuerfreiheit.
Welche Zahlungsmethoden bieten Schweizer Online-Casinos an?
Alle zehn Anbieter akzeptieren TWINT, Kreditkarten, PostFinance, Apple Pay und Paysafecard als Standardportfolio. Banküberweisung ist durchgehend verfügbar. Skrill und Neteller führen einige, aber nicht alle Anbieter. Krypto – Bitcoin, Ethereum, USDT – führt keiner der zehn. Mindesteinzahlungen liegen fast überall bei 10 Franken; Mindestauszahlungen variieren zwischen 0,01 und 10 Franken.
Erstellt von der Redaktion von „Casino Neukunden Info”.
